Endometriose

image-BrustsprechstundeEndometriose ist eine häufige, aber nicht sehr bekannte Krankheit, an der ca. jede 10. Frau leidet. Es kommt zu Wucherungen von Gebärmutterschleimhaut an Orten im Körper ausserhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann starke Schmerzen und auch Unfruchtbarkeit hervorrufen. Eine Heilung ist bis heute leider nicht möglich. Durch medikamentöse und operative Verfahren können allerdings die Beschwerden deutlich gelindert und eine Schwangerschaft häufig ermöglicht werden. Wir beraten Sie gerne persönlich. Bitte nutzen Sie unser Kontaktformular oder melden Sie sich telefonisch.

Der Begriff Endometriose leitet sich von dem lateinischen Begriff Endometrium = Gebärmutterschleimhaut ab und beschreibt das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutterhöhle. Diese Schleimhaut unterliegt ebenfalls zyklischen Veränderungen und kann wachsen und bluten. Das Blut und die Schleimhaut der Endometrioseherde kann allerdings in der Regel nicht nach aussen abfliessen und führt zu starken Beschwerden und zu einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Betroffene Frauen leiden unter starken Schmerzen während der Periode, aber nicht selten auch unter chronischen Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und/oder Schmerzen bei Stuhlgang und Blasenentleerung. Unerfüllter Kinderwunsch zählt zu den häufigen Folgen einer Endometriose.

Ein ausführliches Gespräch sowie die körperliche Untersuchung inklusive Ultraschall können erste Hinweise auf eine Endometriose geben und andere Ursachen für Schmerzen oder unerfüllten Kinderwunsch ausschliessen. Eine endgültige Diagnose ist allerdings nur mittels Bauchspiegelung mit Entnahme einer Gewebeprobe möglich. Bei diesem Eingriff können ebenfalls Endometrioseherde direkt entfernt oder verbrannt (verödet) werden, um eine Linderung der Beschwerden zu erreichen und/oder die Schwangerschaftschancen zu erhöhen. Zudem stehen uns heute mehrere medikamentöse Therapien zur Verfügung, die nicht nur die Schmerzen lindern, sondern den Umbau der Gebärmutterschleimhaut, wie er im normalen Zyklus geschieht, zu verringern und damit die Beschwerden lindern.

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