Diagnostik/Abklärungen

imgsmpBei Veränderungen oder unklaren Befunden in der Brust erfolgt nach der Untersuchung und Beurteilung in der Brustsprechstunde unter Umständen eine weitere Abklärung in Zusammenarbeit mit weiteren Fachspezialisten. Diese sind:

Radiologie

Bei Verdacht auf Gewebeveränderungen in der Brust kann der Radiologe mit sämtlichen bildgebenden Untersuchungsmethoden (Mammografie, Ultraschall, Magnetresonanztomografie und weitere Spezialuntersuchungen) mit den modernsten Geräten die erweiterten Abklärungen durchführen.

Pathologie, Bestimmung der Eigenschaften des Tumors

Wenn durch eine Ultraschall- oder Mammografie-Untersuchung ein unklarer Befund oder Knoten in der Brust entdeckt wird, erfolgt die weitere Abklärung durch die Entnahme einer Biopsie unter lokaler Betäubung. Die Beurteilung der Biopsie nimmt der Pathologe vor. Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse können die Diagnose und die notwendigen weiteren Behandlungsschritte festgelegt werden.

Zur Klassifizierung des Tumors wird vom Pathologen eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen verwendet:

Der Buchstabe T beschreibt die Tumorgröße:

T0 = kein Tumor nachweisbar T1 = Tumor kleiner als 2 cm
T2 = Tumor 2 bis 5 cm groß T3 = Tumor größer als 5 cm
T4 = Tumor ist mit der Haut oder der Brustwand verwachsen

Der Buchstabe N zeigt an, ob Lymphknoten betroffen sind:

N0 = keine Lymphknoten befallen N1 = Krebszellen in Lymphknoten

Der Buchstaben M beschreibt die Metastasen ( = Krebsableger):

M0 = Keine Metastasen M1 = Metastasen nachweisbar

Der Buchstabe G beschreibt die Aggressivität der Tumorzellen:

G1 = normalen Zellen sehr ähnlich G2 = entartete Zellen
G3 = stark entartete Zellen

Staging und Tumormarker

Mit dem Staging erfolgen Zusatzabklärunngen zu Suche von Metastasen ( = Ableger von Krebs). Um herauszufinden ob sich die Krebszellen der Brust bereits in andere Organe (Lunge, Knochen, Leber) verbreitet haben, werden diese Organe bildgebend untersucht. Dazu gehören ein Röntgenbild der Lunge, ein Ultraschall der Leber und eine Szintigrafie der Knochen.

Bei gewissen Patientinnen kann ein Tumormarker (Oberflächeneiweisse, Enzyme etc.) im Blut erhöht sein. Die Tumormarker werden als Ausgangswerte bestimmt und können, falls sie erhöht sind (z.B. bei Vorhandensein von Metastasen), als Kontrollwerkzeuge während der Therapie eingesetzt werden. Häufig sind die Tumormarker jedoch trotz Vorhandensein einer Brustkrebserkrankung nicht erhöht. In dieser Situation liefern die Tumormarker keine Aussage und können nicht als Hilfsinstrumente benutzt werden.

Plastische und wiederherstellende Chirurgie

Wenn ein Brustaufbau aufgrund einer notwendigen Therapie zu besprechen ist, werden die Spezialisten für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie von Anfang an in den Behandlungsplan mit einbezogen. Die verschiedenen Operationstechniken zum Aufbau einer entfernten Brust mittels Eigengewebe oder mit Implantaten werden gemeinsam besprochen.

Breast Care Nurse

Die Breast Care Nurse steht Frauen mit Brustkrebs und ihren Angehörigen fachlich beratend und emotional begleitend zur Seite. Sie ist eine Pflegefachfrau mit spezialisierter Weiterbildung im Bereich der Brusterkrankungen. Während des gesamten Behandlungszeitraumes und auch in der Nachsorge steht sie als Ansprechperson für Patientinnen und Angehörige bei Wunsch zur Verfügung.

Psychiatrie und Psychotherapie

Eine Krebsdiagnose und -therapie fordert ihren Tribut, physisch wie psychisch. Die Betroffenen, aber auch Angehörige, benötigen oft die gezielte Hilfe einer psychosomatisch geschulten Psychotherapeutin.

Physiotherapie

Schwerpunkt der physiotherapeutischen Behandlung ist das Erhalten der Schulterbeweglichkeit und dabei gleichzeitig die Förderung der Heilung des Lymphgefässsystems sowie des Narbengewebes zu verbessern. Die entsprechende physiotherapeutische Betreuung erfolgt sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich und wird bei Notwendigkeit bereits vor der Operation mit einbezogen und geplant.

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